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So sparen Bauherren bis zu 100.000 Euro beim Hauskauf oder Neubau

Mit kluger Planung, effizienten Grundrissen und smarten Entscheidungen die Baukosten deutlich senken

Ein eigenes Haus ist für viele ein Lebenstraum – doch dieser Traum wird immer teurer. Steigende Bauzinsen, teures Baumaterial und Fachkräftemangel lassen die Preise explodieren. Trotzdem gibt es Möglichkeiten, erhebliche Summen zu sparen. Experten wie Florian Becker vom Bauherren-Schutzbund (BSB) zeigen, wie Bauherren und Käufer bis zu 100.000 Euro sparen können – ohne auf ein schönes Zuhause zu verzichten.

1. Die Wohnfläche bewusst begrenzen

Die wichtigste Stellschraube ist die Wohnfläche. In den letzten Jahren sind Einfamilienhäuser immer größer geworden. Während vor 15 Jahren 130 Quadratmeter für eine vierköpfige Familie ausreichten, sind es heute oft 160 Quadratmeter und mehr.

Doch jeder Quadratmeter kostet bares Geld – zwischen 3000 und 5000 Euro, inklusive Baukosten, Nebenkosten und Ausstattung. Wer hier reduziert, spart enorm: Schon 20 Quadratmeter weniger bedeuten bis zu 100.000 Euro Ersparnis.

Wichtig ist ein effizienter Grundriss mit möglichst wenig Flur- und Verkehrsfläche. Flexibilität zahlt sich ebenfalls aus: So kann ein später leerstehendes Kinderzimmer zu einer Einliegerwohnung umgebaut werden.

2. Das richtige Grundstück wählen

Das Grundstück beeinflusst die Baukosten massiv. Besonders teuer sind Hanglagen: Hier müssen Hänge aufwendig gesichert werden, was bis zu 80.000 Euro zusätzlich kosten kann. Auch der Boden spielt eine Rolle: Ist er nicht tragfähig, wird teurer Bodenaustausch notwendig.

Ein Baugrundgutachten kostet zwar etwa 2500 Euro, kann aber hohe Folgekosten verhindern. Am günstigsten ist ein flacher, tragfähiger Baugrund.

Zudem sollten Bauherren Standorte außerhalb der Metropolen ins Auge fassen. Auf dem Land oder in Randlagen sind Grundstücke deutlich erschwinglicher – und der Lebensstandard muss darunter nicht leiden.

3. Auf überflüssigen Luxus verzichten

Nicht jede architektonische Besonderheit lohnt sich. Extras wie Erker, Wintergärten, Gauben oder ein Keller treiben die Kosten schnell in die Höhe. Allein ein Keller schlägt mit mindestens 50.000 Euro zu Buche. Alternativen wie ein Hauswirtschaftsraum oder eine geräumige Garage sind oft völlig ausreichend.

Auch bei der Fassade lässt sich sparen: Ein einfaches Satteldach mit Betonziegeln und weniger bodentiefen Fenstern reduziert die Baukosten deutlich. Bodentiefe Fenster sind schön, aber teuer und oft in Schlafzimmern gar nicht sinnvoll.

Innen lohnt es sich, auf einfache und praktische Lösungen zu setzen. Klassische Duschtassen sind günstiger und robuster als bodengleiche Duschen. Auch auf Unterputzarmaturen sollte verzichtet werden – bei Reparaturen wird sonst schnell eine ganze Wand aufgerissen.

Smart-Home-Systeme sind praktisch, aber teuer. Wer Licht und Rollläden noch klassisch bedient, spart viel Geld.

4. Eigenleistungen gezielt einsetzen

Wer selbst mit anpackt, spart Lohnkosten. Tapezieren, streichen oder Fliesen verlegen sind typische Eigenleistungen, die sich lohnen. Experten sprechen von einer Ersparnis von 10.000 bis 15.000 Euro.

Wichtig: Die Eigenleistungen sollten im Bauvertrag festgelegt werden, damit es später keine Diskussionen über Gutschriften gibt. Und realistisch bleiben: Arbeiten sollten nur übernommen werden, wenn Zeit, Know-how und körperliche Fitness vorhanden sind.

Am besten eignen sich Eigenleistungen für die Endphase des Baus, wenn es um Schönheitsarbeiten geht – nicht für tragende Konstruktionen oder sensible Gewerke wie Elektrik oder Heizung.

5. Gründlich planen und Angebote vergleichen

Ein häufiger Fehler vieler Bauherren: zu wenig Zeit für Planung und Angebotsvergleich. Dabei zahlt sich eine sorgfältige Vorbereitung enorm aus. Wer verschiedene Ausbaustufen definiert – etwa Mindeststandard, akzeptable Varianten und Luxus-Optionen –, kann gezielt entscheiden, wo sich Einsparungen lohnen.

Ein Fachmann wie ein Bausachverständiger oder Architekt sollte unbedingt hinzugezogen werden. Er hilft, die Bau- und Leistungsbeschreibung realistisch einzuschätzen und versteckte Kostenfallen zu erkennen.

6. Fazit: Sparen ohne Verzicht

Natürlich möchte jeder Bauherr ein schönes, komfortables Zuhause. Aber nicht jede Ausstattung, nicht jede Technik und nicht jeder Quadratmeter trägt dazu bei, langfristig glücklich zu wohnen. Bewusste Entscheidungen, kluge Planung und eine realistische Einschätzung der eigenen Bedürfnisse helfen, die Baukosten im Griff zu behalten.

Wie die Erfahrung von Dominik und Saskia Wensker zeigt, schützt selbst umfassende Expertise nicht vor Mehrkosten – aber wer vorbereitet ist, kann finanzielle Engpässe vermeiden und sich den Traum vom eigenen Heim ohne schlaflose Nächte erfüllen.

So sparen Bauherren bis zu 100.000 Euro beim Hauskauf oder Neubau

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